Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik


Prof. Dr. Andreas Suchanek


Überblick

Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik

Förderer

Dr. Werner Jackstädt-Stiftung

Akademische Gruppe an der HHL

Sustainability and Competitiveness

Lehrstuhlinhaber

Prof. Dr. Andreas Suchanek

Teamassistentin

Beate Kanheissner

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Elisa Maria Böldicke, Vicky Pohontsch

Lehrveranstaltungen

Business Ethics
Corporate Social Responsibility in a Globalized World
Global Governance and Corporate Social Responsibility
Philosophical Underpinnings of Management Research

Forschungsschwerpunkte

Wirtschafts- und Unternehmensethik
Theorie der Unternehmensverantwortung
Vertrauensmanagement

Netzwerk

Dr. Werner Jackstädt-Stiftung
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE)
Verein für Sozialpolitik, Ausschuss für Wirtschaftswissenschaften und Ethik

News
02/02/2016 HHL Issues New Research ReportFocal points: entrepreneurship, digital leadership and transformation, sustainability and competitiveness as well as economics and regulation Read ›
05/08/2015 Business Ethics – HHL Business Ethicist Presents New TextbookWe have seen tension between values and reality in the business world even before the financial crisis broke out. Values such as fairness, integrity and sustainability generally represent a responsible desire. However, they are often forgotten when reality kicks in with its urgent requirements and the pressure arising from them. Read ›
04/29/2015 Japanese Scientist Researches German Business Ethics at HHLOver the next twelve months, Japanese Dr. Akira Shibata, PhD, will examine the theory of German business ethics at HHL. Read ›

Profil

Investiere in Vertrauen!

Im Mittelpunkt der Arbeit des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik steht der Theorie-Praxis-Dialog zum Thema Unternehmensverantwortung: Auf der Grundlage einer theoretischen Konzeption und orientiert an den Problemen der Praxis arbeiten wir an der Frage, wie Gewinn und Moral füreinander fruchtbar gemacht werden können entsprechend der goldenen Regel: Investiere in die Bedingungen der gesellschaftlichen Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil.
Gutes Management bedeutet dementsprechend, erfolgreich zu sein aufgrund werteorientierten Handelns. Dies ist – unter Wettbewerbsbedingungen – eine anspruchsvolle Managementaufgabe. Deshalb stellen Problemorientierung, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie Urteilskraft die Ziele unserer Lehre dar.

Nachhaltige Wertschöpfung

Der Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik ist davon überzeugt, dass Unternehmen eine nachhaltige Wertschöpfung verfolgen müssen, um ihre gesellschaftliche Legitimität zu bewahren. Die folgende Grafik verdeutlicht die Säulen nachhaltiger Wertschöpfung:

Lehre

In den Master of Science-Klassen liegt das Hauptaugenmerk des Lehrstuhls auf der Entwicklung eines ganzheitlichen Theorieverständnisses, wohingegen in den MBA-Kursen die praktische Anwendbarkeit der Theorie im Vordergrund steht. Für alle Lehrangebote gilt: Die Anwendung der theoretischen Konzepte und Bezugsrahmen in (ökonomische) Entscheidungsprozesse wird anhand aktueller Fallstudien diskutiert, um so eine ethische Argumentationsweise und Urteilsbildung zu erlernen. Darüber hinaus bietet der Lehrstuhl einen Doktorandenkurs an, in welchem nicht nur die Fähigkeit des moralischen Urteilsvermögens, sondern auch ein konzeptionelles Verständnis vermittelt werden soll, welches insbesondere für höhere Forschungsprojekte von großer Bedeutung ist.

Lehrveranstaltungen

  • Business Ethics
  • Corporate Social Responsibility in a Globalized World
  • Global Governance and Corporate Social Responsibility
  • Philosophical Underpinnings of Management Research

Forschung

Die Forschung des Lehrstuhls orientiert sich an einer konzeptionellen Theorieentwicklung der ökonomischen Ethik. Aus diesem Grund ist die kontinuierliche Betrachtung und Einbeziehung der Theorie in die Praxis von integraler Bedeutung.
Daher basiert die Forschung des Lehrstuhls zum einen auf der theoretisch-konzeptionellen Arbeit, welche sich inhaltlich mit dem Verständnis und den Handlungsregeln, die in einem ökonomischen Kontext vorherrschen, auseinandersetzt. Diese sind für die Handlungs- und Arbeitsergebnisse von Individuen entscheidend, da Individuen im Kontext der ökonomischen Ethik sowohl als moralische Objekte wie auch als ökonomische Akteure angesehen werden.
Auf der anderen Seite beschäftigt sich ein Großteil unserer Arbeit und Forschung mit der Anwendbarkeit dieser Theorie auf aktuelle moralische und ökonomische Sachverhalte wie etwa der Finanzkrise, aber auch Missstände in anderen Wirtschaftssektoren. Auf diese Weise werden sowohl Studierende als auch Doktoranden dazu ermutigt, Beiträge zum vertieften Verständnis ethischer Probleme des wirtschaftlichen Alltags und möglicher Lösungen mit entwickeln zu helfen.

Unsere Forschungsergebnisse erfahren Sie in unseren Veröffentlichungen.

Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhlteams

Prof. Dr. Andreas Suchanek
Unternehmensverantwortung
Wirtschafts- und Unternehmensethik
Vertrauensmanagement und Integrität
Methodik der Sozialwissenschaften

Elisa Maria Böldicke
Methodik der Sozialwissenschaften und Philosophie
Arbeitskultur in der sozialen Marktwirtschaft
Ethik und Intellektualität in der modernen Gesellschaft

Vicky Pohontsch
Menschenrechte (Themen z.B.: Migration und Integration, Naher Osten) und Soziologie
Institutionelle Rahmenbedingungen und Spieltheorie
CSR in der Wertschöpfungskette 

Abgeschlossene Dissertationsprojekte (Auswahl)

Die Perspektive einer Neuen Institutionenökonomik auf die Selbst-regulierung einer Branche (Jan Sammeck)
Die Idee der Selbstregulierung einer Branche wurde zu einem wichtigen Thema nicht nur in der unternehmerischen Praxis, sondern auch in der akademischen Forschung. Nichtsdestotrotz gibt es vergleichsweise wenige Studien, die sich mit den Einflussfaktoren auf die Effektivität einer Selbstregulierung befassen. Das Erkennen, die Überwachung sowie schließlich das Durchsetzen von angemessenen Standards sind als Grundproblem lange bekannt, wenngleich eine integrierte Forschung mit Praxisbeispielen dieser Form der Wettbewerbs-Kooperation bislang selten zu finden ist. Bezogen auf das Kriterium der Anreizkompatibilität fragt Sammek’s Studie: „Wann kann eine Initiative zur Selbstregulierung effektiv unethische Unternehmenspraktiken in einer Branche abschwächen?“ Anders formuliert: Warum sollte ein Unternehmen sich freiwillig durch einen Tarifvertrag beschränken? Sammek leitet einen Bezugsrahmen ab, in dem analysiert werden kann, unter welchen Bedingungen man systematisch erwarten kann, dass Unternehmen zu der Implementierung einer Selbstregulierung beisteuern werden.

Homo Oeconomicus und Menschenbild (Klaus-Jürgen Kerscher)
Wohl kein anderes Konzept wird so heftig diskutiert und so offen in Frage gestellt wie das des rationalen und eigeninteressierten Akteurs: Homo Oeconomicus. Die Arbeit lässt seine Befürworter und Kritiker gleichermaßen zu Wort kommen. Sie sortiert ihre Argumente und zeigt, dass Widersprüche praktisch unvermeidlich sind, insofern jede einzelwissenschaftliche Beschreibung des Menschen zwangsläufig reduzierenden Charakter haben muss. Die Gefahr der damit einhergehenden ‚Verkürzung‘ des Menschen wird dadurch ebenso erkennbar wie die bemerkenswerte Chance, welche dieses Konzept bietet: Paradoxerweise ist es nämlich gerade ein sinnvoll interpretierter Homo Oeconomicus, der es ermöglicht, jene gesellschaftlichen Phänomene und Prozesse als deren Urheber sich der Mensch zwar selbst begreift, deren Bewältigung er aber als Einzelner häufig machtlos gegenübersteht – von der Logik internationaler Märkte bis hin zu Schuldenkrise oder Klimawandel – nachvollziehbar zu erklären und ihrer kollektiven Gestaltung zugänglicher zu machen.

Übersicht über alle Dissertationen an der HHL (mit bibliografischen Angaben)

Wissenstransfer

Die Forschung des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik orientiert sich an den ethische Problemstellungen, die im wirtschaftlichen Alltag auftreten. Aus diesem Grund engagiert sich der Lehrstuhl sehr aktiv in einem Wissensaustausch mit der Praxis.
In der Vergangenheit hat der Lehrstuhl zahlreiche Praxisprojekte betreut, die zusammen mit Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen durchgeführt wurden. Zu den Kooperationspartnern zählten u.a. die Bayer AG (Pharmaindustrie), Allianz SE (Finanzwesen), Veolia Wasser GmbH (Versorgungsleistungen) und Dunkin’ Brands (Verbrauchsgüter).
Darüber hinaus ist Prof. Dr. Andreas Suchanek intensiv in die Arbeit des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik eingebunden. Das Wittenberg-Zentrum engagiert sich in Projekten, wie etwa der Entwicklung und Anwendung des Leitbildes für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft, die Auswirkungen nicht nur auf die deutsche Wirtschaft, sondern auch auf die Arbeit des Lehrstuhls haben – so liegt es in der Philosophie des Lehrstuhls, dass die Verständnisentwicklung für ethische Fragen der aktuellen unternehmerischen Rahmenbedingungen integraler Bestandteil in der Ausbildung von zukünftigen Führungskräften ist.

Praxisprojekt: Leitlinien und Selbstevaluation für den V FAKTOR – Verantwortungsvoll Wirtschaften in Mitteldeutschland

Als Initiative der Metropolregion Mitteldeutschland und der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland steht der V-FAKTOR - Verantwortungsvoll Wirtschaften in Mitteldeutschland für den Austausch und die Entwicklung sowie Vermittlung von praktischen Maßnahmen für ein nachhaltiges und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ziel des Praxisprojektes war es, das V FAKTOR-Leitbild in Form von Leitlinien für nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften in Mitteldeutschland sowie eine Selbstevaluation zu entwickeln. Mit Hilfe dieser konkreten Ausarbeitungen soll allen Unternehmern ein praxisgerechter Handlungsrahmen zur Seite stehen, der eine Entscheidungsgrundlage für strategische Weichenstellungen in den Themenfeldern Ökonomie, Ökologie und Soziales darstellt unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen der Region. Dabei stellt das V FAKTOR-Leitbild eine freiwillige Verpflichtung zur Regeleinhaltung und Wertordnung dar, die Vertrauen aufbaut und so zur Verbesserung betriebswirtschaftlicher Ergebnisse beiträgt. Im Zentrum des V FAKTORs steht schließlich die von der Projektgruppe entwickelte Definition von verantwortungsvollem Wirtschaften in Mitteldeutschland: „Verantwortungsvolles Wirtschaften ist die Wertschöpfung durch vertrauensvolle Kooperation ohne Schädigung Dritter“.

Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik

Prof. Dr. Andreas Suchanek, Lehrstuhlinhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik, ist darüber hinaus Vorstandsvorsitzender des Vereins und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik.
In dieser Tätigkeit ist Prof. Dr. Suchanek verantwortlich für die Weiterentwicklung der theoretischen Grundlagen des Wittenberg-Zentrums. Ziel des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik ist es, heutigen und künftigen Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ethische Orientierung zu vermitteln.

Team

Prof. Dr. Andreas Suchanek
Lehrstuhlinhaber
T +49 341 9851-872
F +49 341 9851-874
andreas.suchanek(at)hhl.de
Dipl.-Päd. Beate Kanheißner
Teamassistentin
T +49 341 9851-871
F +49 341 9851-874
beate.kanheissner(at)hhl.de
Elisa Maria Böldicke, M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
T +49 341 9851-751
F +49 341 9851-874
elisa.boeldicke(at)hhl.de
Vicky Pohontsch
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
T +49 341 9851–870
F +49 341 9851–874
vicky.pohontsch(at)hhl.de
Unternehmensverantwortung und Governance
Wirtschaftsinformatik des E-Business

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