Lehrstuhl für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling

Überblick

Förderer

  • Industrie- und Handelskammer zu Leipzig (IHK)

Team

  • Prof. Dr. Henning Zülch (Lehrstuhlinhaber)
  • Prof. Dr. Mark-Ken Erdmann (Honorarprofessor)
  • Dr. Toni Thun (Gastdozent)
  • Tina Frischbier (Teamassistenz)
  • Wissenschaftliche Mitarbeitende:
    Tanja Gemünden, Christoph Kayser,
    Benedikt Retsch, Martin Schüder, Marco Seitz

Forschungsschwerpunkte

  • Reporting
  • Investor Relations
  • Capital Markets
  • Sportmanagement

Lehrveranstaltungen (Auswahl)

  • Financial Analysis and Communication
  • Financial Analysis and Modeling
  • Integrated Case Study
  • Stakeholder Communication

Netzwerk

  • Cercle Investor Relations Austria (CIRA)
  • Deloitte GmbH
  • Ernst & Young GmbH
  • Gesellschaft für kapitalmarktorientierte Rechnungslegung e. V. (GKR)
  • Grant Thornton AG
  • kicker business solutions GmbH
  • Kirchhoff Consult AG
  • KPMG AG
  • manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
  • nexxar GmbH
  • ODGERS BERNDTSON Unternehmensberatung GmbH
  • PricewaterhouseCoopers GmbH
  • Roland Berger Holding GmbH
  • Wiley / Erich Schmidt Verlag (ESV) / nwb Verlag

Qualität statt Quantität!

Prof. Dr. Henning Zülch
Inhaber des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling

Was wir tun

Das Ziel des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling ist es, den HHL Studierenden profundes und interdisziplinäres Wissen im Bereich der Rechnungslegung, insbesondere auf den Gebieten der International Financial Reporting Standards (IFRS) und der Finanzkommunikation zu vermitteln. Im Vordergrund steht dabei, bei den Studierenden ein Bewusstsein für Qualität und Professionalität zu entwickeln, um sie auf künftige Führungspositionen vorzubereiten.
Der Lehrstuhl bietet eine Vielzahl von Lehrveranstaltungen an, in denen Wert auf kritisches Denken und das Hinterfragen von gegebenen Sachverhalten gelegt wird. Forschung und Lehre werden in enger Zusammenarbeit mit renommierten Unternehmen und Prüfungsgesellschaften betrieben.
Zur Umsetzung der Lehrstuhlstrategie gründete der Lehrstuhl die Gesellschaft für kapitalmarktorientierte Rechnungslegung e.V. (GKR), die darauf abzielt, die Praxis der Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verknüpfen.

Prof. Dr. Henning Zülch

Relevante Informationen transparent darstellen, dabei jedoch Informationsüberfluss und Inkonsistenten vermeiden. Dies stellt eine enorme Herausforderung für Unternehmen bezogen auf ihre verpflichtende wie freiwillige Finanzberichterstattung dar. Die zunehmenden gesetzlichen Anforderungen und Erwartungen der Investoren bekräftigen dies. Im Rahmen der Wettbewerbe „Investors‘ Darling“, welcher in Zusammenarbeit mit dem manager magazin für deutsche kapitalmarktorientierte Unternehmen durchgeführt wird, und dem „Austrian Financial Communications Award“, welcher in Zusammenarbeit mit der Cercle Investor Relations Austria (CIRA) durchgeführt wird, setze ich mich gemeinsam mit meinem Team gezielt für eine effektive und investorenorientierte Finanzkommunikation ein. Neben diesem Schwerpunkt beschäftige ich mich in meiner Forschung vordergründig mit Fragestellungen der Internationalen Rechnungslegung und der Corporate Governance.

Nach meinem Studium und der anschließenden Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster, meiner Prüfungstätigkeit bei einer Big4-Gesellschaft sowie Habilitation an der TU Clausthal, leite ich seit 2006 den Lehrstuhl für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung an der HHL. Außerdem bin ich als Gastprofessor an der Universität Wien im Bereich „Selected Foreign Acounting Systems“ tätig und Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen und berufsständischen Organisationen im Bereich der externen Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung und Corporate Governance.

Bei Interesse an einem Interview oder einem Pressefoto wenden Sie sich bitte an Elisa Vetter (Media Relations Manager).

Lehre

Der Lehrstuhl bietet Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen auf den Gebieten des Rechnungswesens und der Wirtschaftsprüfung an. Studierende der HHL können Rechnungslegung vertiefend wählen und sind dabei flexibel, sich mit Themen zu beschäftigen, die ihrem persönlichen Interesse entsprechen.

Im Mittelpunkt der Lehre stehen die Vermittlung fundierter Kenntnisse über internationale Rechnungslegungsnormen (IFRS), deren Abgrenzung gegenüber den deutschen Standards, sowie die Wertrelevanz der Finanzkommunikation. Unsere Lehrveranstaltungen umfassen und beleuchten die Dimensionen des RIC-Modells – Reporting, Investor Relations und Capital Markets.

Lehrveranstaltungen

  • Business Fundamentals II
  • Cost Accounting
  • Financial Analysis and Communication
  • Financial Analysis and Modeling
  • Integrated Case Study
  • Stakeholder Communication

    Forschung

    Die Forschung des Lehrstuhls ist gekennzeichnet von Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) und der Finanzkommunikation nach dem RIC-Modell. Einen weiteren Schwerpunkt des Lehrstuhls bilden Fragen des Managements professioneller Sportclubs. Der Lehrstuhl versteht sich dabei als Trendsetter insbesondere in den Bereichen:

    REPORTING

    Digitale Kommunikation

    Die Digitalisierung ist unbestritten einer der Megatrends in Gesellschaften des 21. Jahrhunderts. Sie übt unter anderem auf die Unternehmenskommunikation einen tiefgreifenden Einfluss aus. Die Digitalisierung der Finanzkommunikation hat viele Facetten und ist als Basis für den Ansatz des Communicative Reportings zu sehen. Die Unternehmen müssen sich dazu aktive mit digitalen Geschäftsberichten und die Kommunikation von Investor Relations Informationen über Social Media beschäftigen. Der Lehrstuhl begleitet diese Trends und stellt aktuelle Studien zur Digitalisierung in der Kapitalmarktkommunikation auf der Website zu Digital Investor Relations (DIR) zur Verfügung.

    Nachhaltigkeitskommunikation

    Nachhaltigkeitsberichterstattung ist der Treiber in der aktuellen Regulierung und Unternehmenskommunikation. Dabei umfasst Nachhaltigkeitskommunikation mehr als nur die nach den gesetzlichen Anforderungen gerichteten Nachhaltigkeitsberichterstattung. Unternehmen müssen ein ganzheitliches integratives Nachhaltigkeitsverständnis in ihrer Organisation und in der gesamten Unternehmenskommunikation verankern.

    Strategieberichterstattung

    Informationen über die langfristige Planung von Unternehmen und die damit verbundene Berichterstattung liefern wertvolle Einblicke in die Zukunft der Geschäftsmodelle und zeigen die damit assoziierten Chancen und Risiken auf. Für den deutschen Kapitalmarkt stellt DRS 20 ein quasi-legales Rahmenwerk für die Berichterstattung zur Unternehmensstrategie im Lagebericht dar. Zumal Unternehmensstrategien auf ein vertrauliches Informationsgerüst gebaut sind, wägen Manager sorgfältig ab, welche und wie viele strategische Informationen sie veröffentlichen. In der Tat haben Investoren und Finanzanalysten einen erheblichen Bedarf an der Unternehmenskommunikation zur Strategie und deren Grad der Implementierung.

    INVESTOR RELATIONS

    Forschung im Bereich Finanzkommunikation am Lehrstuhl für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling bedeutet qualitative und quantitative Einblicke in Reporting und Aktivitäten der Investor Relations (IR). Entlang des RIC-Modells (Reporting, Investor Relations und Capital Markets) bearbeitet der Lehrstuhl die Zusammenhänge der Finanzkommunikation in einem interdisziplinären Team mit führenden Institutionen der Finanzkommunikation und einschlägigen Praxis.

    CAPITAL MARKETS

    Mergers & Acquisitions (M&A), Business Combinations, Purchase Price Allocation (PPA) und Goodwill sind hochgradig relevante und beständige Themen für Unternehmen an den Kapitalmärkten. Dabei ist insbesondere die Höhe des Goodwills als ein Indikator für die Managementqualität zu sehen. Diese Themen beschäftigen demnach nicht nur die bilanzierenden Unternehmen sondern auch die Adressaten der Finanzkommunikation, da dies auch Indizien für Earnings Management seitens der bilanzierenden Unternehmen ausdrücken können.

    SPORTS MANAGEMENT

    Im Bereich Sports Management beschäftigt sich der Lehrstuhl mit der Erfolgsplanbarkeit und Strategien von professionellen Sportclubs und wie sich anerkannte betriebswirtschaftliche Konzepte übertragen lassen.

    Football Management Quality Score (FoMa Q-Score)

    Das Management von Fußballclubs ist in den letzten Jahren sehr viel komplexer geworden, da sich die Vereine mittlerweile zu echten Fußballunternehmen entwickelt haben und unterschiedlichste Stakeholder Interesse an der Entwicklung des Profifußballs zeigen. Die Fähigkeit der professionellen Fußballclubs, mit dieser gestiegenen Komplexität umgehen zu können, variiert jedoch, wodurch die Qualität des Club-Managements zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil bzw. -nachteil geworden ist. ZÜLCH & PALME (2017) haben den sogenannten FoMa Q-Score entwickelt, der die Managementqualität in Profifußballvereinen anhand der vier Leistungsfaktoren Sportlicher Erfolg, Finanzielle Leistungsfähigkeit, Fanwohlmaximierung sowie Führung & Governance umfassend bewertet. Das Rahmenwerk des FoMa Q-Score ist in der Fachzeitschrift „Sports, Business and Management“ erschienen (2020, Vol. 10 No. 5, S. 567-598). Der FoMa Q-Score wird einmal jährlich aktualisiert.

    Wir bedanken uns für die wertvollen und konstruktiven Kommentare unserer Interviewpartner, allesamt hochrangige Vertreter namhafter deutscher Fußballvereine (Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt, FC Bayern München, Hamburger SV und RB Leipzig), Medienvertreter (11 Freunde, FINANCE), sowie bei externen Stakeholdern (Gruppe Lagardère, Puma, Odgers Berndtson) und den Mitgliedern der Strategic Interest Group Sportmanagement (SIG) der Konferenz der European Academy of Management, auf der der FoMa Q-Score im Juni 2019 vorgestellt wurde. Darüber hinaus sind wir insbesondere auch der IHK Leipzig für ihre stetige Förderung der Lehrstuhlarbeit und der Forschung in diesem Thema zum Dank verpflichtet.

    Sportmanagement-Studie: FoMa Q-Score 2023

    Die FoMa Q-Score-Studie 2023 baut auf dem von ZÜLCH & PALME (2017) entwickelten Rahmenwerk auf und bewertet die Managementqualität anhand der vier Leistungsfaktoren Sportlicher Erfolg, Finanzielle Leistungsfähigkeit, Fanwohlmaximierung sowie Führung & Governance. Der FoMa Q-Score wird in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal veröffentlicht und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem etablierten Managementinstrument mit hoher Praxisrelevanz entwickelt, dies umso mehr vor dem Hintergrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Interessierte Fußballmanager können unsere Erkenntnisse nutzen, die in dieser aktuellen Ausgabe nun auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren vollständig widerspiegelt.

    HHL Working Paper: Management Quality of Professional Football Clubs: The Football Management (FoMA) Q-Score 2023

    Kontakt: Prof. Dr. Henning Zülch (henning.zuelch@hhl.de); Benedikt Kirsch (b.kirsch@hhl.de)

      Football Fact Sheets 

      Die Football Fact Sheets der HHL präsentieren eine Zusammenfassung von wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Sportmanagement. Basierend auf herausragenden Masterarbeiten sowie wissenschaftlichen Arbeitspapieren und Artikeln, die sich mit den aktuellen Top-Themen im internationalen Profifußball beschäftigen, werden kompakte schriftliche Ausarbeitungen angeboten, die eine praktische Hilfestellung in wesentlichen Managementfragen geben sollen. Dabei handelt es sich sowohl um empirische als auch um normative Ausarbeitungen.

      Sportmanagement-Studien

      Nachhaltigkeit im Pferdesport am Beispiel der Partner Pferd 2022

      Der Pferdesport weist ein hohes Maß an sozialer Nachhaltigkeit auf. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die wir im Auftrag der Firma EN GARDE Marketing GmbH durchgeführt haben.
      Die Studie wurde im Rahmen der Leipziger Messe „Partner Pferd 2022“ mit rund 900 Messe-Besuchern durchgeführt. Zusätzlich wurde eine Vergleichs- und Validierungsbefragung über soziale Medien lanciert. Unsere Studienergebnisse zeigen: Die soziale Nachhaltigkeit kann sowohl für den Pferdesport isoliert betrachtet als auch für die Messe im Speziellen, gerade im Vergleich mit ähnlichen Veranstaltungen, als Stärke angesehen werden. Insbesondere bei den untersuchten UN-Nachhaltigkeitskriterien „Hochwertige Bildung“, „Geschlechtergleichheit“ sowie „Weniger Ungleichheiten“ sticht das Leipziger Event mit überdurchschnittlichen Ergebnissen heraus.

      Executive Summary: Die Nachhaltigkeit des Pferdesports am Beispiel der Partner Pferd 2022

      Der umfangreiche Foliensatz mit allen Ergebnissen des Forschungsprojekts ist auf Anfrage erhältlich. Bitte kontaktieren Sie dazu: Prof. Dr. Henning Zülch: henning.zuelch@hhl.de

        Sportmanagement-Studie: The German Bundesliga Clubs and Their Future

        Liebe Leserinnen und Leser,

        Das Coronavirus hat die Welt geschockt, unsere Gesundheit und unser soziales Leben beeinträchtigt. Nicht zuletzt sind auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft dramatisch. Selbst für die besten Fussballligen hat der effektive Lockdown in vielen europäischen Ländern die Geschäftsaussichten erschüttert. Die Entscheidung, die Liga zu stoppen, hat die Zukunft der 1. und 2. Bundesliga eingetrübt. Die vorliegende Studie will daher einen Beitrag zu der Frage leisten, wie robust die deutschen Bundesligavereine sind – sowohl in finanzieller als auch aus Management-Sicht.
        Wir geben Ihnen hier einen Überblick, der Leserinnen und Lesern helfen soll, diese Studie, die den Stand der Informationen vom 14. Mai 2020 widerspiegelt, “wie man sie liest”, zu verstehen.
        Zum einen verstehen wir unsere Studie als Anregung zur Diskussion, um schlussendlich den deutschen Fußball auf seinem Weg zur Weltspitze zu unterstützen.
        Wir möchten unseren Beitrag mit praktischen Empfehlungen leisten.
        Bei unserer Recherche wurde zunächst der Markt eines deutschen Profifußballvereins betrachtet und die deutsche Bundesliga mit den anderen europäischen Spitzenligen verglichen.
        Im nächsten Schritt wurden die finanzielle Situation aller Vereine analysiert, um zu verstehen, mit welchen Herausforderungen die Vereine derzeit konfrontiert sind. Besonderes Augenmerk liegen dabei auf den Indikatoren der finanziellen Liquidität und Solvenz, da diese kritische Faktoren der finanziellen Robustheit sind.
        Wir sind jedoch der Meinung, dass es nicht ausreicht, die zukünftige Robustheit des Clubs allein auf einer finanziellen Basis zu begründen. Deshalb wurden drei zusätzliche Dimensionen betrachtet, speziell die Qualität des Managements, die Entwicklung von Spielertalenten und natürlich der sportliche Erfolg. Auf diese Weise wurde ein differenziertes Scoring-Modell entwickelt, das all diese Dimensionen berücksichtigt und für jeden Klub zu einer Gesamtbewertung der Robustheit führt. Um die Ergebnisse aller Vereine relativ vergleichen zu können, stellen wir die Ergebnisse in einer Rangliste dar, wie sie den Fußballfans vertraut ist.
        Das unserer Studie zugrundeliegende Punktesystem basiert auf öffentlich zugänglichen Daten, die hauptsächlich aus den Jahresberichten der Fußballklubs bestehen. Darüber hinaus wurde jedem Klub die Möglichkeit gegeben, an der vorliegenden Studie teilzunehmen und uns mit den neuesten Daten zu versorgen, indem wir per E-Mail um Unterstützung baten, die alle Klubs zweimal erhielten. 9 Klubs nutzten die Gelegenheit und unterstützten uns mit persönlichen Interviews und zusätzlichen Daten.
        Wir hoffen, dass diese Studie als Einladung verstanden wird, die Robustheit des deutschen Fußballs zu diskutieren. Wir würden uns freuen, wenn unsere Empfehlungen die Entscheidungsträger unterstützen würden. Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Lesen unserer Studie!

        Executive Summary: The German Bundesliga Clubs and Their Future  (in Englisch)

        Der umfangreiche Foliensatz mit allen Ergebnissen des Forschungsprojekts ist auf Anfrage erhältlich. Bitte kontaktieren Sie dazu: Prof. Dr. Henning Zülch (henning.zuelch@hhl.de).

          Sportmanagement-Studie: Ist die 50+1-Regel noch zeitgemäß?

          Ist die 50+1-Regel noch zeitgemäß?
          Ein Meinungsbild zur umstrittenen Regelung im deutschen Profifußball

          Der deutsche Fußball hat in aller Welt eine Vorbildfunktion. Nicht nur der Erfolg der Nationalmannschaft, welcher sich mittlerweile in vier Weltmeistertiteln manifestiert hat, ist Teil dieser Erfolgsgeschichte. Gerade der Umgang mit seiner wichtigsten Stakeholdergruppe, den Fans, ist einzigartig. So ist das Fanwohl eines der höchsten Güter, welche die Marke Bundesliga weltweit ausmacht. Indes sind die aktuellen Entwicklungen gerade im europäischen Fußball besorgniserregend. Wer die hohen Ablösesummen nicht mitgehen kann, wird wohl langfristig nicht wettbewerbsfähig sein, so dass der Ruf nach einer Öffnung der Bundesliga für strategische Investoren immer lauter wird – auch oder gerade während der Corona-Krise. Aber wie passt dies zusammen: Fanwohl und strategische Investoren? Eine Balance schaffte und schafft immer noch die sog. 50+1-Regelung im deutschen Fußball. Der vorliegende Beitrag nähert sich der aufgeworfenen Fragestellung, indem erstmalig ein Meinungsbild zum deutschen Sonderweg der 50+1-Regelung gezeichnet wird. Basierend auf diesem Meinungsbild und vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen werden Handlungsempfehlungen erarbeitet, welche Teil der künftig zu führenden Diskussion um die 50+1-Regelung in Deutschland sein können.

          HHL Working Paper: Ist die 50+1-Regel noch zeitgemäß? Ein Meinungsbild zur umstrittenen Regelung im deutschen Profifußball

          Kontakt: Prof. Dr. Henning Zülch (henning.zuelch@hhl.de)

            Sportmanagement-Studie: Corporate Accountability im Profifußball

            Corporate Accountability im Profifußball –
            Unternehmerische Verantwortung neu denken und erfolgreich kommunizieren

            Die Konsequenzen der Corona-Pandemie entfachten eine rege Diskussion über die finanzielle Stabilität der deutschen Bundesliga und deren nachhaltiges Wirtschaften. Insbesondere die mangelnde Transparenz und Glaubwürdigkeit standen im Fokus der Diskussion. Im Zuge der nun angestrebten Neuausrichtung des Profifußballs, möchte der vorliegende Beitrag den Anstoß geben, hierbei die bislang häufig vernachlässigten nichtfinanziellen Aspekte zu betonen. Denn es geht um die Chance, sich ganzheitlich der unternehmerischen Verantwortung bewusst zu werden und diese aktiv zu steuern. Dies betrifft eben nicht nur ökonomische, sondern auch soziale, gesellschaftliche und ökologische Aspekte. Damit versteht sich die Studie bzw. der vorliegende Beitrag als ein Appell, die unternehmerische Verantwortung der Bundesliga-Klubs neu zu denken und zu verdeutlichen, dass langfristiger Erfolg nachhaltiges Wirtschaften meint. Hier setzt das ursprünglich für den Unternehmenskontext entwickelte „Corporate Accountability-Cycle“-Framework an und verdeutlicht, wie Klubs ihre unternehmerische Verantwortung effektiv steuern und kommunizieren können. Dabei versteht sich die nichtfinanzielle Berichterstattung nicht als Selbstzweck, sondern als Ergebnis eines funktionierenden Corporate Accountability-Managements. Das Framework besteht aus neun spezifischen Schritten, welches einen ersten praktischen Anwendungsleitfaden für die Berichterstattung unternehmerischer Verantwortung im Profifußball als Startpunkt für den weiteren Wandel bietet.

            HHL Working Paper: Corporate Accountability im Profifußball – Unternehmerische Verantwortung neu denken und erfolgreich kommunizieren

              Promotion

              Sie interessieren sich für ein Doktorarbeitsthema? Der Lehrstuhl bietet Themen in beiden Forschungsbereichen Finanzkommunikationen und Sports Management an. Nachfolgend finden Sie ein paar Vorschläge.
              Sie haben ein eigenes Thema, welches sich in den Forschungskanon des Lehrstuhls integrieren lässt? Dann kontaktieren Sie uns unter accounting@hhl.de.

              Themen Finanzkommunikation

              • Finanzkommunikation über Social Media
              • Der Nutzen von künstlicher Intelligenz für Investor Relations
              • Künstlicher Intelligenz: Möglich Regulierung und Berichtstandards
              • Finanzkommunikation in Start-Ups (greifen Sie hier auf das Netzwerk der HHL zurück wie das Digital Space)
              • Von Strategieberichterstattung über Storytelling zur glaubwürdigen Kapitalmarktkommunikation
              • Nachhaltigkeitsberichterstattung quo vadis

                Themen Sportmanagement

                • Investor Readiness Konzept für Profi-Fußballclubs
                • Bewertungsanalyse und Finanzprognosen im professionellen Sport
                • Multi-Club-Ownership-Konstruktionen und ihre Modellierung
                • Identifikation neuer Umsatzstrategien für professionelle Sportclubs
                • Nachhaltigkeitskonzeption für den Profisport
                • Finanzierungsformen und ihre Leistungsorientierte Bewertung für den deutschen Spitzensport

                  Wissenstransfer

                  Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung und Controlling sind betriebswirtschaftliche Disziplinen, welche in hohem Maße mit der Unternehmenspraxis interagieren. Einerseits bilden Unternehmen neue Praktiken, Instrumente und Verfahren aus, die der wissenschaftlichen Analyse bedürfen, andererseits sind Unternehmen auf aktuelle, theoriebasierte Erkenntnisse angewiesen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

                  Der Lehrstuhl legt daher besonderen Wert auf den wechselseitigen Wissenstransfer mit der Praxis. Im Rahmen von Seminaren in Unternehmen, der Einbindung von Praktikern in Vorlesungen, der Durchführung von Praxisprojekten und der aktiven Mitwirkung in diversen Vereinen trägt der Lehrstuhl seine Erfahrungen und Forschungsergebnisse in die Unternehmenspraxis und nimmt von dieser zugleich wertvolle Anregungen für künftige Forschungsarbeiten auf.

                  Gesellschaft für kapitalmarktorientierte Rechnungslegung e.V. (GKR)

                  Die Gesellschaft für kapitalmarktorientierte Rechnungslegung e.V. (GKR) setzt sich mit hochaktuellen Themen aus Rechnungslegung und Prüfung auseinander. Die Diskussion zwischen Theorie und Praxis wird angeregt und vertieft – und dies weit über die Grenzen Leipzigs hinaus. Die GKR greift hierbei auf die theoretische Expertise des Lehrstuhls Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling von Prof. Dr. Henning Zülch und den praktischen Erfahrungsschatz zahlreicher Industrieunternehmen und Beratungshäuser zurück. Gleichzeitig unterstützen starke Medienpartner die Ziele des Vereins.
                  Die Tätigkeiten der GKR lassen sich prägnant in drei Worten charakterisieren: Aktualität, Flexibilität und Exzellenz. So thematisiert die GKR aktuelle Entwicklungen im Bereich Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung aber auch Corporate Governance für ihre stetige Diskussion. Flexibel wird auf die Wünsche der Mitglieder in der Wahl der Themen sowie Referenten eingegangen. Die von der GKR eingeladenen Referenten verfügen zudem allesamt über einen exzellenten Ruf in Theorie und Praxis.

                   

                  Publications

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