MBA plus Kind plus Karriere

Die Macherin von der Invest Region Leipzig GmbH

Helen Stöhr arbeitet bei der Invest Region Leipzig und hat sich zur Weiterbildung den berufsbegleitenden MBA der HHL ausgewählt. Das Part-Time-Studium lässt sich mit dem Familienleben und ihrer Karriere im Unternehmen gut vereinbaren, sagt die gebürtige Leipzigerin. Die meisten Berufstätigen unter den Studierenden stimmen mit Vorbehalt zu: Ein berufsbegleitendes Studium verlangt viel Planung- und Abstimmungsarbeit – vor allem, wenn der Job anspruchsvoll ist und man familiäre Verpflichtungen hat.

Die Managerin und junge Mutter hat ihren beruflichen Hintergrund in der Wirtschaftsförderung: Nach einem Medienwirtschaftsdiplom in Ilmenau sammelte Helen Stöhr sieben Jahre lang Erfahrungen bei Germany Trade and Invest mit Fokus auf der Wirtschaftsförderung für den Osten Deutschlands. Im Anschluss ging es für ein Jahr als Managerin Marketing and Events für die New Zealand German Business Association nach Auckland – bis ein Angebot von der Invest Region Leipzig kam. Dort ist Helen Stöhr seit 2015 Managerin für International Business Development.

Die Aufgabe, ihre Heimatstadt in der Welt bekannter zu machen, fand Helen Stöhr von Beginn an sehr reizvoll. Konkret unterstützt sie Unternehmen, die in der Region Leipzig einen neuen Standort suchen oder die neu gründen wollen und begleitet sie im Ansiedlungsprozess. „Bei der eigentlichen Gründung, der Suche nach geeignetem Personal und dem Aufbau des Vertriebsnetzes bin ich schon gar nicht mehr in das Projekt involviert – und das war auch ein Grund für das MBA-Studium“, erinnert sie sich.

Mehrgewinn aus dem Studium

Die unternehmerischen Prozesse kennenzulernen, ermöglicht  mehr Verständnis und Kundensupport im Job. Darüber hinaus waren für Stöhr der starke Fokus auf Führungskräfte und potenzielle Gründer, zeitgemäße Ansätze wie Corporate Leadership oder Design Thinking und die Aussicht auf ein spannendes Netzwerk an Leuten ausschlaggebend für den Part-time MBA.

Helen Stöhr ist voller Tatendrang, das spürt man sofort. Sie kann es kaum erwarten, den Mehrgewinn aus dem Studium in ihrem Job umzusetzen, seien es neue Ansätze in der Teamarbeit oder bei der Führungskraft-Mitarbeiter-Interaktion. Durch ihre wichtige Rolle bei der Organisation der TedxHHL-Events konnte sie sich zudem ein großes Netzwerk an Unternehmern und spannenden Persönlichkeiten aufbauen.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiger Faktor.
Helen Stöhr:

„Die zwölf Monate Elternzeit kommen mir momentan noch sehr entgegen, was mir auch die Entscheidung des Studiums an der HHL sehr erleichtert hat, weil es einfach viel Druck rausnimmt. Ab August fange ich wieder an zu arbeiten und dann muss sich zeigen, wie es sich entwickelt.“

Die größte Stütze, um alles unter einen Hut zu bekommen, seien ihr Partner und ihre Eltern. Sie halten Helen Stöhr den Rücken frei, damit sie die Dinge umsetzen kann, die ihr Spaß bereiten, was sie selber als einen großen Luxus wahrnimmt. Trotzdem bedeute das viel Abstimmungs- und langfristige Planungsarbeit, um die HHL-Wochenenden und die Geschäftsreisen von Stöhrs Partner zu koordinieren. Ihr Tipp ist, gelassener zu sein, wenn etwas mal nicht so klappt, sich selber zurücknehmen und Dinge zu vertagen:

„Man muss die Imperfektion leben! Im Coachingprogramm der HHL, bei New Leipzig Talents, habe ich gelernt, dass ich nicht ständig daran arbeiten soll, meine Schwächen zu optimieren, sondern diese zu ertragen, und lieber zu reflektieren, was mir wichtig ist und danach zu priorisieren. Das versuche ich mir jeden Tag ins Gedächtnis zu rufen.“

Informationen zum Teilzeit-MBA-Programm der HHL