Stipendium für MBA Student

Interview mit Peter Kawuma – Deutschlandstipendiat von IDT Biologika

IDT Biologika, ein international führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Biotechnologie, unterstützt Peter Kawuma seit September 2018. Peter Kawuma, 29, ehemaliger Maschinenbauingenieur aus Uganda, studiert derzeit an der HHL im Vollzeit-MBA. Seine Karriere begann er bei Schlumberger Oilfield Services in Uganda, Kenia und Tansania, bis ihm klar wurde, dass er sich in der Unternehmensführung und -verwaltung neu erfinden wollte. Dank eines Familien-Crowdfunding und des HHL-Afrika-Stipendienprogramms konnte er sich seinen Traum vom Studium an der HHL erfüllen, der Handelshochschule seiner ersten Wahl. Während seines Studiums bewarb er sich nun erfolgreich um das hoch umkämpfte Deutschlandstipendium.

„IDT Biologika setzt bei der Herstellung von Impfstoffen und Pharmazeutika auf hochqualifizierte Mitarbeiter, modernste Produktionstechnologien und hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung. Diese 95-jährige Tradition ist Ansporn und Verpflichtung zugleich, auch in Zukunft einen wirksamen Beitrag zur Gesundheit von Mensch und Tier zu leisten. Zu einem nachhaltigen Wirtschaften gehört es folglich für IDT Biologika auch dazu, sich gesellschaftlich zu engagieren und mit dem Deutschlandstipendium Nachwuchsfachkräfte zu fördern.“
(Kristine Eden, Expert Global Human Resources bei IDT Biologika)

Was gefällt dir am besten am Deutschlandstipendium?
Peter Kawuma: „Ich bin wirklich beeindruckt von der Bereitschaft der Unternehmen, in talentierte Studierende zu investieren. Das Engagement, das sie ihnen entgegen bringen, trotzdem sie die Studierenden kaum kennen, ist einzigartig. Es fasziniert mich. Dies verdeutlicht auch die Tatsache, dass es in Deutschland eine gewisse Großzügigkeit gibt. Dies hat mir ermöglicht viel komfortabler zu studieren.“
Neben meiner unfassbaren Dankbarkeit fühle ich mich von IDT Biologika sehr willkommen geheißen. Das Unternehmen hat mich bereits zu einem Rundgang durch ihre Einrichtungen eingeladen, so dass ich erfahren kann, wie sie arbeiten und ihren Arbeitsplatz kennenlernen kann. Möglicherweise könnte dies der Grundstein für eine fantastische Karrieremöglichkeit sein.”

Was sind deine Zukunftspläne und Ziele für deine Karriere?
„Mein Karriereziel ist es, ein professioneller Manager in der Logistik oder dem Supply Chain Management zu werden. Dazu zählen Positionen in der Rohstoffkontrolle, im Export, in der Produktionslagerung und –prognose, in der Lagerhaltung und dem Transport. Nach meinem MBA-Abschluss möchte ich meine Managerlaufbahn in Europa etablieren und mindestens 10 bis 15 Jahre in der Region arbeiten. Je nachdem, wie sich meine Karriere entwickeln wird, bleibe ich vielleicht oder kehre danach nach Uganda zurück.
Außerdem ist mir ein multikulturelles Arbeitsumfeld wichtig, denn das habe ich während meiner Arbeit Schlumberger kennen und schätzen gelernt. Nach dem Ablauf meines Arbeitsvertrages bin ich nach Uganda zurückgekehrt, konnte ein solches Umfeld jedoch in keinem anderen Unternehmen wiederfinden. Das hat unter anderem damit zu tun, dass es in Uganda nicht so viele internationale Unternehmen gibt. Ich habe das wirklich vermisst und strebe deshalb eine Managerkarriere speziell im internationalen Kontext an.“

An welchen Projekten oder Praktika bist du neben deinem Studium beteiligt?
„Ich bin gerade dabei, ein Praktikum in Logistik mit einem Startup in Halle zu absolvieren. Das Unternehmen verpackt und liefert Frischobstsortimente in München, Berlin und Leipzig. Meine Aufgabe bestand darin herauszufinden, wie die Kunden das Produkt so frisch wie möglich erhalten können.
Ein anderes Projekt, für das ich mich gerade beworben habe, wird von einer Unternehmerorganisation in Tansania organisiert. Sie werden in Kürze landwirtschaftliche Qualitätsprodukte aus Tansania nach Europa exportieren, benötigen jedoch genaue Informationen und Fachkenntnisse darüber, wie sie ihre Produkte verpacken, verkaufen und rechtliche Beschränkungen für den Export einhalten können. Sie brauchen jemanden, der die Forschung durchführt, und möglicherweise vor Ort sein kann, um den Entwicklungsprozess zu überwachen. Ich bin mit ihnen in Kontakt und freue mich sehr auf das Projekt. Abgesehen davon habe ich ein Studentenberatungsprojekt bei der BASF GmbH und kurzfristige Arbeitsverträge bei der Leesys GmbH und der Amazon GmbH gehabt.“

Was ist deine Geschichte davon, wie du an die HHL gekommen bist?
„Ich bin in Uganda geboren und es ist wirklich aufregend für mich, der erste Ugander in der HHL zu sein. Leider gibt es sehr wenige afrikanische Studenten an privaten Universitäten im Ausland. Oft ist es die finanzielle Herausforderung, die sie daran hindert, ihren Traum von einem Studium im Ausland zu verfolgen. Ich hatte jedoch sehr viel Glück. Meine Familie beschloss einen privaten Investmentfonds zur Finanzierung zukünftiger Projekte anzulegen. Mein Vater ist Lehrer, meine Mutter Geologin, meine jüngeren Brüder sind angehende Unternehmer und meine Schwester Prüferin bei PwC. Zusammen mit meiner Tante haben wir alle Geld zurückgelegt, um uns gegenseitig bei wichtigen Investitionen zu helfen. Als Ältester von vier Geschwistern war ich der erste, der von den Ersparnissen zur Bezahlung meiner MBA-Studiengebühren profitierte.“

Wie kam es zu deiner Entscheidung für ein Studium an der HHL?
“Ich war sehr beeindruckt von dem Ruf und der Qualität der HHL Leipzig Graduate School of Management. Der Status der HHL im Vergleich zu den Kosten für den Unterricht ist eine attraktive Investition, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Top Business Management School handelt. Wenn man sich dazu die Bedingungen in Großbritannien, Deutschland und den USA ansieht, ist Deutschland aufgrund seiner freundlichen Visabedingungen während und nach dem Studium der größte Gewinner für mich. Nach dem Abschluss werde ich Zeit haben, um eine Arbeit zu finden, und wenn ich einen Arbeitsvertrag erwerben kann, erhalte ich eine Aufenthaltserlaubnis – das ist eine außergewöhnliche Gelegenheit.
Nachdem ich diese Möglichkeiten recherchiert hatte, kontaktierte ich die Marketingabteilung der HHL und schickte ihnen meine Bewerbung. 30 Minuten später erhielt ich eine Antwort und konnte feststellen, dass es keine automatisierte Antwort war! Es war eine Person, die meinen gesamten Antrag geprüft hatte und bereit war, mir zu helfen. Ich dachte:

Das ist es! – Und es hat sich wirklich gelohnt. “
(Peter Kawuma)

Mehr Informationen zum Vollzeit-MBA der HHL

Info der Bundesregierung zum Deutschlandstipendium

#mba #vollzeitstudium #stipendium #studyabroad

Photo by Iona Dutz (c) HHL