Grazia Equity Award für die beste Geschäftsidee an der HHL
Von einer Charityplattform bis hin zu Mietmöbeln – acht Teams traten am 2. Juli vor namhafter Jury an
Am 2. Juli fanden an der Handelshochschule Leipzig (HHL) die Abschlusspräsentationen für den
Grazia Equity Award statt. Dieser Preis wird seit dem Sommersemester 2002 verliehen und richtet sich vornehmlich an HHL-Studierende, die im Rahmen des Businessplan-Seminars eine eigene Business-Idee ausarbeiten.
Acht Teams stellten sich der Herausforderung, ihre Geschäftsidee, die von Mietmöbeln über eine digitale Designplattform für Bikinis bis hin zu einer Verkaufsplattform für Schulbücher in Indien reichte, gegenüber der strengen Prüfung einer Jury zu verteidigen. Mitglieder der diesjährigen Jury waren Jochen Klüppel, aktiver Investment-Manager der Grazia Equity GmbH, Marcel Radzei, HHL-Absolvent und Gründer des Leipziger Flugpreisvergleichs billigflieger.de sowie der Seminarleiter Dr. Peter Kesting.
Ein Freizeitangebot für das verregnete Irland –
„CoCoCourts“ gewinnt Grazia Equity Award
Gewonnen hat das Geschäftskonzept „CoCoCourts“. Die Idee mit Pilotcharakter geht direkt auf eine Marktlücke in Dublin ein. Die Studenten aus dem MBA-Programm der HHL, Markus Hähnel, Sofia Henao und John Friesen, haben für die irische Hauptstadt ein Konzept für eine Freizeiteinrichtung entwickelt. Spannend ist es besonders für die Zielgruppe der irischen Immigranten besonders aus südlichen Gefilden, die ihren Lieblingssport, wie z.B. Beachvolleyball oder –soccer, vermissen. Die mobile Einrichtung „CoCoCourts“, die durch die „CoCoBar“ gerade im regenreichen Irland Urlaubsstimmung erzeugt, ist bereits auf dem europäischen Kontinent bekannt und gibt somit Impulse für die erfolgreiche Ausweitung des Geschäftskonzepts auf Irland und Großbritannien.
Um den
Grazia Equity Award haben sich in diesem Jahr nicht nur HHL-Studenten beworben, auch zwei externe Bewerbungen lagen der Jury vor. Jochen Klüppel: „Begeistert war ich von den engagierten studentischen Teams, die mit hoher Professionalität beeindruckende Ideen und Umsetzungsstrategien entwickelt haben. Sicherlich werden wir zukünftig noch eine Reihe von erfolgversprechenden Unternehmerpersönlichkeiten aus der HHL in der Praxis beobachten können.“
Seminarleiter Dr. Kesting: „Die Förderung unternehmerischen Denkens an der HHL ist wichtig, da dies eine notwendige Übung ist, um später erfolgreich in der freien Wirtschaft agieren zu können.“ Er betont zudem, dass durch die Anfertigung eines Geschäftsplans die Studierenden vor allem lernten, die einzelnen Bestandteile eines Unternehmens in einen übergeordneten Zusammenhang zu bringen und so das Unternehmen als eine Einheit zu begreifen. Es gehe aber nicht nur um das reine Lernen: Im Rahmen des Seminars wird den Studierenden auch die Möglichkeit gegeben, eine eigene Idee noch während des Studiums zu entwickeln und zu diskutieren.
Ermöglicht wurde der Grazia Equity Businessplan-Wettbewerb durch die Unterstützung der IHK zu Leipzig und der EXIST III-Initiative smile.medibiz. Über smile.medibiz, eine durch Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierte Gründungsförderung, welche die HHL gemeinsam mit der Universität Leipzig und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ gewinnen konnte, wird auch das Coaching der Teams sichergestellt.
Über die Grazia Equity GmbH
Grazia, mit Sitz in Stuttgart und München, ist eine der führenden europäischen Venture Capital-Adressen mit Investitionsfokus in junge, hochinnovative Unternehmen. Das Erfolgsrezept basiert auf der Partnerschaft mit außerordentlich starken Unternehmer-Teams zum Aufbau marktführender Unternehmen. Grazia agiert dabei unabhängig von institutionellen Geldgebern und kann somit schnelle, pragmatische Entscheidungen treffen.
Das Grazia-Team verfügt über umfangreiche eigene unternehmerische Erfahrungen. Diese kommen den Portfolio-Unternehmen genauso zugute wie sein internationales Netzwerk. So vertrauen auch einige der besten amerikanischen Venture-Capital-Firmen auf die Kompetenzen des Hauses und arbeiten mit Grazia bei diversen Beteiligungen zusammen.
Das Team hat bisher in Europa und den USA über 40 Unternehmen beim Aufbau begleitet. Weitere Informationen unter
www.grazia.com
Die Gründerschmiede HHL
Mit über 70 Gründungen, die in den letzten zehn Jahren von HHL-Absolventen ausgegangen sind, hat sich Deutschlands erste Adresse für den Management-Nachwuchs auch zu einem sehr erfolgreichen Inkubator für Unternehmensgründungen entwickelt. Prominente Beispiele sind die Gewinner des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerbs SunCoal Industries, die Gewinner des FTD-Wettbewerbs „Gründer des Monats“ VerkehrsmittelVergleich.de oder auch die Leipziger Unternehmen Spreadshirt und billigflieger.de. Laut einer Umfrage im Sommer 2008 unter den Gründern konnten durch ihr unternehmerisches Engagement bereits über 1.500 Arbeitsplätze geschaffen werden, davon allein 500 in der Region Leipzig/Halle.
Verantwortlich für die Gründer-Ausbildung an der HHL ist Dr. Stephan Stubner, Akademischer Direktor des Programms „International Entrepreneurship“ am Lehrstuhl für Strategisches Management. Zu der Anzahl von Gründern, die ihr Studium an der HHL abgeschlossen haben, sagt er: „Das ist im Schnitt jeder 20. Student, der die HHL verlassen hat.“ Die Absolventen würden lukrative Karrieren in Beratungen und Banken ausschlagen und eigene Firmen gründen: Im Studium bekämen sie schnell mit, dass Unternehmer viel selbstbestimmter arbeiten können und dabei die Chance auf mehr Verdienst haben als Angestellte. Die Ausbildung zukünftiger Unternehmer läuft laut Stubner nicht nur theoriebezogen. „Wir laden viele Vertreter aus der Praxis wie beispielsweise aus Risikokapitalgesellschaften ein und ermöglichen so den direkten Dialog mit der Praxis. Neben dem umfangreichen Lehrprogramm coachen wir die Studenten und stellen bei Bedarf unsere Netzwerke zur Verfügung. Was uns besonders freut: Viele Gründer engagieren sich als Mentor und unterstützen dadurch unsere aktuellen HHL-Studenten bei ihren eigenen Gründungsvorhaben.“
Handelshochschule Leipzig (HHL)
Die HHL, 1898 als Handelshochschule Leipzig entstanden und 1992 neu gegründet, ist Deutschlands älteste betriebswirtschaftliche Hochschule und zählt heute zu den führenden Business Schools. Die HHL ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht. Neben der Internationalität spielt an der HHL die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis eine herausragende Rolle. Darüber hinaus ist es das erklärte Ziel der HHL, durch einen „Integrated Management“-Ansatz leistungsfähige und verantwortungsbewusste Führungspersönlichkeiten auszubilden. Die HHL bietet den 18-monatigen Master-Studiengang in Management (M.Sc.) an. Darüber hinaus kann an der HHL in einem 18-monatigen (bzw. 24-monatigen berufsbegleitenden) Programm der MBA (Master of Business Administration) erworben werden. Mit der HHL-Tochtergesellschaft HHL Executive GmbH werden firmenspezifische und offene Weiterbildungsprogramme für Führungskräfte angeboten. Im April 2004 erhielt die Hochschule die Akkreditierung durch AACSB International. Die für weitere fünf Jahre geltende Reakkreditierung wurde im April 2009 gewährt. Mehr Informationen:
www.hhl.de