Mobilität im Hochschulbereich: Trendsetter HHL
Montag ist Master-Tag! Das Bologna-ABC aus der HHL.
Die Umsetzung des Bologna-Prozesses erfordert, besonders durch die Einführung gestufter Studiengänge und die Modularisierung, veränderte Rahmenbedingungen, um die flächendeckende Mobilität von Studierenden und Graduierten zu gewährleisten. Auch die Einführung von Studiengebühren bewirkt Veränderungen. Um die studentische Mobilität zu fördern, müssen die Rahmenbedingungen hinsichtlich zeitlicher Flexibilität, der Möglichkeit von Auslandsaufenthalten, der Harmonisierung der Semesteranfangszeiten sowie durch zusätzliche Stipendienangebote optimiert werden.
Rahmenbedingungen für die Mobilität verbessern – das Beispiel HHL
Weltweit unterhält die Handelshochschule Leipzig (HHL) partnerschaftliche Beziehungen zu mehr als 100 Wirtschaftshochschulen. Diese vergleichsweise hohe Zahl erklärt sich dadurch, dass die HHL den interkulturellen Studentenaustausch nachdrücklich fördern möchte und in diesem Zusammenhang jeweils nur maximal zwei Studenten zur selben Zeit an eine Partnerhochschule entsendet. Mit der Auswahl der Partneruniversitäten trägt die HHL dem Wunsch der Studierenden nach attraktiven Wahlpflichtfächern Rechnung. Frank Hoffmann, Leiter Internationale Beziehungen, ergänzt: „Bei der Auswahl internationaler Partnerhochschulen berücksichtigen wir außerdem auch die Kriterien Akkreditierung, wissenschaftliche Reputation, Attraktivität des Studienstandortes sowie Sicherheit der Studenten im Zielland.“
Pro Jahr gehen 80 HHLler als Austauschstudenten an eine der internationalen Partneruniversitäten. Über seine Erfahrungen sagt MSc-Absolvent Christopher Muhr (27), Analyst im Bereich Mergers & Acquisitions bei der NIBC Bank in Frankfurt:
„Während meines dreimonatigen Studienaufenthalts an einer der weltweit führenden Business Schools, dem Instituto de Empresa in Madrid, konnte ich eine erstklassige Ausbildung genießen. Durch die hervorragende Studienorganisation war ich vom ersten Tag an vollkommen integriert. Ich habe in kurzer Zeit eine Menge gelernt und viele Freunde gewonnen. Die Anrechnung meiner Studienleistungen in Deutschland verlief völlig problemlos.“
Vereinfacht wird die Mobilität der HHL-Studenten durch die Anpassung des Akademischen Kalenders der Hochschule an internationale Gepflogenheiten. Darüber hinaus hat die HHL die in Deutschland übliche Semester-Struktur durch eine Term-Struktur (Trimester) ersetzt und ermöglicht den Studenten somit eine bessere Planung ihres Auslandsstudiums. Ausländischen Bachelorabsolventen wird durch diese Studienstruktur der Zugang zum regulären Masterstudium an der HHL erleichtert. Diese Zielgruppe hat in der Regel den ausländischen Abschluss zeitlich entsprechend dem neuen Akademischen Kalender erworben und kann nahtlos an der HHL weiterstudieren.
Im Rahmen des internationalen Studentenaustauschs empfängt die HHL jährlich 90 internationale Studenten auf ihrem Campus.
Zusätzlich zum verpflichtenden Auslandssemester im Studiengang Master of Science in Management (MSc) bietet die HHL zusammen mit ausgewählten Partneruniversitäten die Möglichkeit einer Doppelgraduierung: den Abschluss an der HHL und den Abschluss an der ausländischen Partneruniversität. Wie exotisch dieses Angebot ist, beweist eine Studie der Hochschulrektorenkonferenz zu Masterstudiengängen mit internationalem Doppelabschluss im Sommersemester 2008. Demnach ermöglichen von insgesamt 11 369 Studiengängen an deutschen Hochschulen nur 62 Masterstudiengänge die Doppelgraduierung.
Die aus Indien stammende Minu Chawla (26), Summer Associate bei L.E.K. Consulting in München, sagt rückblickend: „Als MSc-Studentin an der HHL erhielt ich die Möglichkeit zum MBA-Doppeldiplom-Studium an der renommierten Wirtschaftshochschule INCAE in Costa Rica. Ich verbrachte zwei Terms in Mittelamerika. Neben dem akademisch höchst anspruchsvollen Studium konnte ich mit meinem Team erfolgreich einen Businessplan-Wettbewerb bestreiten.“
Mit Englisch als Sprache auf dem Campus und innerhalb des Unterrichts ist das Vollzeit-MBA-Programm „International Management“ für seine deutschen sowie internationalen Studenten (70 %) sehr attraktiv. In diesem Zusammenhang lässt sich auch die steigende Zahl ausländischer Studenten im HHL-Programm Master of Science in Management (MSc) nennen. Für Stipendien an ausländische Studenten hat die HHL vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in den vergangenen Jahren insgesamt 150 000 Euro erhalten. Als Matching-Funds haben Wirtschaftsunternehmen der Region weitere 150 000 Euro bereitgestellt. Darüber hinaus hat sich der DAAD in der Vergangenheit aktiv an der finanziellen Förderung ausländischer Doktoranden beteiligt.
Der Master of Science in Management (MSc)
Seit September 2006 bietet die HHL den Master of Science in Management (MSc) an. Die Klassenstärke liegt bei durchschnittlich 25 Studenten. Es handelt sich um einen konsekutiven Management-Studiengang mit Spezialisierungsmöglichkeiten in Finance, Accounting, Marketing, Logistics & Supply Chain Management, Strategy und Entrepreneurship.
Was ist das Besondere am Master-Studium an der HHL?
· Die Studiendauer ist mit 120 ECTS-Punkten in 18 Monaten im Gegensatz zu anderen Masterprogrammen in Deutschland, die meist zwei Jahre dauern, kurz. Das MSc-Studium an der HHL ist straff organisiert und ohne Leerlauf angelegt.
· Voraussetzung dafür und enorm hilfreich sind die intensive
individuelle Betreuung der Studenten und das Konzept der 24/7-Uni, d.h. die HHL-Bibliothek, die Computerpools und die Gruppenräume sind 24 Stunden an sieben Tagen die Woche für die Studenten geöffnet.
· Hervorzuheben ist außerdem der Praxisbezug des MSc-Studiengangs. Ob Bosch, Dunkin’ Donuts oder TomTom - die Studenten werden schon frühzeitig mit der realen Unternehmenswelt durch die sogenannten
Field Projects (
Praxisprojekte) in Berührung gebracht.
·
Türöffner Praktikum. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit bestätigen: Durch ein freiwilliges, zusätzliches Praktikum während des Studiums erhält die Mehrzahl der HHL-Studenten ein direktes Angebot für den Jobeinstieg im Anschluss an ihr Studium. Sie profitieren so von hochkarätigen Unternehmenskontakten und attraktiven Einstiegsperspektiven.
· In ihrem MSc-Programm nimmt die HHL Trends vorweg und setzt neue Standards in der Ausbildung. Dies kommt in einer deutlichen Betonung der Querschnittsfunktion des i
ntegrierten Managements mit einem Corporate Responsibility-Profil zum Ausdruck. Die für die Leitung von Unternehmen benötigten sozialen Kompetenzen (
Soft Skills) werden so nachhaltig gefördert.
· Unterrichtssprache ist
Englisch. Damit wird die Fremdsprachenkompetenz der Studenten trainiert. Neben Englisch ist für die Zulassung zum MSc-Studium auch die Beherrschung einer weiteren Fremdsprache vorzuweisen.
· Im Gegensatz zu vielen anderen Masterprogrammen in Deutschland ist ein Auslandsaufenthalt in das MSc-Studium verpflichtend integriert. Die Studenten haben die Wahl, an
über 100 Partnerschulen auf der ganzen Welt zu studieren. Durch ein obligatorisches Zeitfenster für ein Auslandsstudium trägt die HHL den Anforderungen der Wirtschaft Rechnung, die im Rahmen der Globalisierung interkulturell ausgebildete Manager auf der ganzen Welt rekrutiert.
Weitere Informationen zum Master of Science in Management (MSc):
www.hhl.de/master-of-science