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01.04.00 09:15

Diplomkaufleute

Die Bedeutung der Handelshochschule für die Region
 
Die Handelshochschule Leipzig (HHL) ist 1994 mit dem Ziel neu gegrün-det worden, innerhalb von zehn Jahren zu einer der führenden Busi-ness-Schools in Europa zu werden. Nach gut der Hälfte dieser Zeitspan-ne kann festgestellt werden: Die Hochschule ist auf dem besten Weg, ihre hoch gesteckten Ziele schon vor der Frist zu erreichen.

In allen einschlägigen nationalen Rankings wird die HHL inzwischen un-ter den "top ten" genannt, meist so-gar unter den "top three": In dem neuen, mehrdimensionalen Ranking des Zentrums für Hochschulentwick-lung (CHE), das auch von der Hoch-schulrektorenkonferenz ausdrücklich begrüßt wurde (HRK-Pressemitteilung vom 15. Juni 1999), belegt die HHL in allen Bewertungsdimensionen die Plätze 1 (zweimal), 2 (zweimal) oder 3 (einmal) unter rund 50 betriebswirt-schaftlichen Fakultäten in Deutsch-land. Auch das Institut der deutschen Wirtschaft stellt auf dieser Basis fest:
"In BWL teilen sich die drei privaten Hochschulen aus Leipzig, Oestrich--Winkel und Vallendar sechs der neun Spitzenplätze" (Informationsdienst des Instituts der Deutschen Wirtschaft, 8. Juli 1999, Nr. 27, S. 2).
Die Gründung der HHL wurde maß-geblich von der Industrie- und Han-delskammer zu Leipzig und vom Frei-staat Sachsen sowie dem Regierungs-präsidium Leipzig, aber auch von der Stadt Leipzig und mehreren Unterneh-men der Leipziger Region (z. B. der Sparkasse Leipzig, der Sachsen LB, Pri-cewaterhouseCoopers und der Ver-bundnetz Gas AG) tatkräftig unterstützt, und zwar nicht zuletzt wegen der Ausstrahleffekte, die von einer hochkarätigen akademischen Einrich-tung für die regionale Entwicklung erwartet werden. Inwiefern haben sich nun auch diese Erwartungen er-füllt? Eine Antwort auf diese Frage geben die folgenden fünf Thesen:
 
Die HHL ist:
 
Magnet für den internationalen akademischen Nachwuchs:
Die große Mehrheit der HHL-Studie-renden kommt von weit her für zwei Jahre nach Leipzig. Lediglich zwischen 10 und 20 Prozent der Studierenden haben - je nach Jahrgang - auch das Grundstudium in Leipzig oder im wei-teren Umkreis (z. B. in Halle oder in Jena) absolviert. Ferner verbringen immer mehr (im Wintersemester 1999/2000 insgesamt 22) Austauschstudie-rende aus aller Welt mindestens ein Semester an der HHL in Leipzig. Ab Oktober 2000 wird die HHL darüber hinaus einen internationalen MBA--Studiengang anbieten, der komplett in englischer.Sprache gehalten wird und sich an Interessenten aus aller Welt richtet. Die überwiegende Mehr-heit der Studierenden an der HHL wird nach Studienabschluss - das gilt für jede international ausgerichtete Business-School - ihren Karriereweg weit entfernt von ihrer Studienadres-se fortsetzen. Diese Studierenden wä-ren - gäbe es die HHL nicht - viel-leicht nie nach Leipzig gekommen. Nun bleiben sie aber Botschafter für das Image Leipzigs in aller Welt. Die HHL kann also für sich die Urheber-schaft für einen Exportschlager bean-spruchen: internationaler Manage-ment-Nachwuchs "made in Leipzig".
 
Magnet für internationale Gast-professoren und -referenten:
In ähnlicher Weise wie auf Studen-ten hat die HHL auch eine Magnet-wirkung auf Gastprofessoren und Referenten. Im Wintersemester 1999/ 2000 waren Professoren der University of Chicago, vom INSEAD Fontaine-bleau, dem Ruppin Institute aus Israel, der INCEA/Costa Rica sowie der Uni-versity of Waikato/Neuseeland jeweils mehrere Wochen zu Gast an der HHL. Hinzu kommen weitere namhafte Lehr-beauftragte aus dem Inland, nament-lich aus Berlin, Münster, Koblenz, Essen und München. Im Rahmen der Ringvorlesung an der HHL und der Graduierungsfeiern können regel-mäßig hochrangige Unternehmens-vertreter begrüßt werden, beispiels-weise in den Jahren 1998 und 1999 Vorstandsmitglieder von Volkswagen, DaimlerChrysler, der Bertelsmann AG, der HypoVereinsbank, der Preussag AG und von McKinsey & Company. Auch hier gilt: Die HHL ist ein Anzie-hungspunkt und "meeting point" für Vertreter bedeutender Unternehmen und damit auch in dieser Hinsicht ein wertvoller Botschafter Leipzigs.
 
Inkubator für Unternehmensgründungen:
Wie an anderen vergleichbaren Ein-richtungen ist auch an der HHL inzwi-schen unter den Studierenden das Gründungsfieber ausgebrochen. Er-freulicherweise hat dabei eines von vier Unternehmen, die von HHL-Ab-solventen gegründet wurden, auch seinen Sitz in Leipzig, nämlich die LCG Leipzig Consulting Group. Besonders hervorzuheben ist auch die Erarbei-tung von Businessplänen für potenzi-elle Unternehmensgründer im Rah-men der HHL-Initiative VIEW ("Verein für Innovation, Existenzgründung und Wachstum"). Unter der Leitung von Professor Dr. Bernhard Schwetzler wurde beispielsweise für ein neu gegründetes Unternehmen der Biosen-sorik ein Businessplan erstellt, der beim bundesweiten Businessplan-Wettbe-werb zum Landessieger in Sachsen--Anhalt gekürt wurde. Durch ihre In-kubatorfunktion trägt die HHL zum dynamischen Strukturwandel und zur Entstehung neuer Arbeitsplätze in der Region bei.
 
Beschleuniger des Know-how-Transfers in der Region:
Das Studium an der HHL ist stark anwendungsorientiert. Das bedeutet zum einen, dass in den Ferien zwischen dem ersten und zweiten Haupt-studiumssemester von allen Studieren-den ein Unternehmenspraktikum zu absolvieren ist. Zum anderen sind aber auch Praxisprojekte in den Lehrplan des ersten Semesters integriert. In der überwiegenden Mehrzahl dieser Praxis-projekte werden Problemstellungen in Unternehmen und Institutionen der Region behandelt.
Einige Beispiele:
Integrierte Marktforschung für die Leipziger Messe GmbH, Erarbeitung von Kosten und Preissystemen für Infrastrukturleistungen des Flughafens Leipzig/Halle, Fallstudien zur Entwick-lung der Jenoptik AG, der Sachsenring Automobiltechnik und der Bombar-dier Deutsche Waggonbau AG, Erar-beitung eines City-Marketing Konzep-tes für den City Leipzig Management e. V, Konsequenzen der Einführung des Euro für Unternehmen in Zusam-menarbeit mit der IHK zu Leipzig.
In diesen Praxisprojekten verbindet sich das Engagement der Studieren-den mit den Forschungskapazitäten und dem Beratungs-Know-how an den Lehrstühlen der HHL, umLösungen für konkrete Problemstellungen in der Region zu erarbeiten. Darüber hinaus wirken die Professoren der HHL in einer Vielzahl von regionalen Initiati-ven mit, wie z. B. dem Arbeitskreis Stadtmarketing der Stadt Leipzig oder die vom Regionalforum Leipzig-West-sachsen veranstaltete Industriepoli-tische Konferenz, deren Arbeitspro-zess von wissenschaftlichen Untersu-chungen der HHL und von Pricewater-houseCoopers begleitet wird.
Schmiede für die Management-fortbildung:
Gemeinsam mit INSEAD Fontaine-bleau hat die HHL das IZL Manage-ment-Zentrum aufgebaut. Vor allem für mittlere und obere Führungskräfte mit mindestens dreijähriger Berufser-fahrung werden vom IZL Fortbildungs-programme entwickelt, die den Teil-nehmern fundiertes Wissen in den betriebswirtschaftlichen Grunddiszip-linen vermitteln, aber auch Instru-mente zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und zum Erkennen von Stärken und Schwächen in die Hand geben. Ziel ist eine Ver-besserung der Mitarbeiterführung und des innerbetrieblichen Konflikt-managements. Bislang haben insge-samt 82 Teilnehmer das General Mana-gement Programme des IZL durchlau-fen. Aus Leipzig und der näheren Umgebung waren Teilnehmer der fol-genden Unternehmen und Institutio-nen beteiligt: Chemtec Leuna GmbH, Deutsche Bank AG (Leipzig), DOW-BSL Olefinverbund GmbH (Merseburg), Hydraulik Markranstädt GmbH, IHK zu Leipzig, Jenoptik AG (Jena), KPMG DTG AG (Chemnitz), Leipziger Messe GmbH, Regierungspräsidium Leipzig, Sachsen LB, Sparkasse Leipzig und VNG-Verbundnetz Gas AG (Leipzig).
 
Kontakt:
Dipl.-Volkswirt Hans Georg Helmstädter
Leiter Unternehmensbeziehungen Handelshochschule Leipzig gGmbH
Jahnallee 59, 04109 Leipzig
Telefon (03 41) 9 85 16 41 Telefax (03 41) 9 85 16 62
E- Mail: hgh@hhl.de
Internet: www.hhl.de
Contact:

HHL - Leipzig Graduate School of Management

Volker Stößel, MBA

Head of Communication

Tel: +49 341 9851-614

Fax: +49 341 9851-615

E-mail: volker.stoessel@hhl.de


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