Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Juniorprofessur für internationales Management


Jun.-Prof. Dr. Tobias Dauth


Überblick

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Juniorprofessur für internationales Management

Förderer

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Aksdemische Gruppe

Strategy, Leadership and International Management

Juniorprofessor

Jun.-Prof. Dr. Tobias Dauth

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Fabienne Orban, Michaela Wrede

Lehrveranstaltungen

Cross-Cultural Management and Communication
International Management
International Management Competencies
Managing Global Corporations
Management Practice in Central and Eastern Europe
Problem Solving and Communication

 

 

Forschungsschwerpunkte

Internationalität und Diversität von Top-Management-Teams
Corporate Governance und Strukturen von Corporate-Governance-Gremien
Internationalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen
Deutsch-polnische Wirtschaftsbeziehungen

Netzwerk

Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (MOEZ), Leipzig
ESCP Europe: Prof. Dr. Stefan Schmid (Lehrstuhl für Internationales Management und Strategisches Management)
FU Berlin: Prof. Dr. Paul Pronobis (Juniorprofessur für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Unternehmensrechnung)
Kozminski University: Prof. Mariola Ciszewska-Mlinarič, Ph.D. (Department of Business Strategy)
Kozminski University: Prof. Izabela Koladkiewicz, Ph.D. (Center for Management Studies)
Poznan University of Economics: Dr. Piotr Trąpczyński

News
12/07/2016 top Rethinking Leadership: The Leipzig Leadership Model Compass in turbulent times Read ›
09/16/2016 Study: International Experience for Executives – A Double-Edged SwordStudy "Too Much of a Good Thing: Does International Experience Variety Accelerate or Delay Executives’ Career Advancement?" by Jun.-Prof. Dr. Tobias Dauth (HHL Leipzig Graduate School of Management), Dr. Dimitrios Georgakakis and Prof. Dr. Winfried Ruigrok (both from the University of St. Gallen). Read ›

Profil

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Juniorprofessur für internationales Management wurde im Jahr 2013 gegründet. In Forschung und Lehre beschäftigen wir uns mit strategischen, organisatorischen und kulturellen Problemstellungen internationaler Unternehmen. Dabei liegt ein Schwerpunkt der Forschungstätigkeiten auf den deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen. In weiteren Projekten analysieren wir die Internationalität von Top-Management-Teams sowie die Internationalisierung von Unternehmen in „Emerging Markets“.
Die Juniorprofessur strebt eine theoretisch fundierte und zugleich praxisorientierte Forschung an. Aus diesem Grund erfolgt unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa (MOEZ). Ein Ziel ist hierbei die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Akteuren der mittel- und osteuropäischen Wachstumsmärkte.
In der Lehre vermitteln wir unseren Studierenden zentrale Themen des internationalen Managements. Dabei prüfen wir immer, inwiefern bestimmte Theorien und Konzepte in der Unternehmenspraxis angewandt werden können. Alle angebotenen Kurse sollen die Studierenden optimal auf die Herausforderungen der internationalen Unternehmenstätigkeit vorbereiten.

Lehre

Derzeit werden folgende Kurse in den MBA und M.Sc.-Programmen angeboten:

  • Management Practice in Central and Eastern Europe
  • Problem Solving and Communication
  • Managing Global Corporations
  • International Management
  • International Management Competencies
  • Cross-Cultural Management and Communication

In allen Kursen wird auf praxisbasierte Lehre, Fallstudiendiskussionen und auf den Austausch von “Best Practices” Wert gelegt.

Management Practice in Central and Eastern Europe

In diesem Kurs werden unter anderem interkulturelle Problemstellungen diskutiert. Zudem sollen Methoden und Tools aus dem Internationalen Management und Strategischen Management in Praxisbeispielen angewandt werden. Ein Kernthema des Kurses ist die Internationalisierung der Lebensmitteldiscounter Aldi und Lidl nach Mittel- und Osteuropa.
Verwendete Fallstudie zu den Lebensmitteldiscountern Aldi und Lidl: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der deutsche Lebensmitteldiscount mit einem jährlichen weltweiten Umsatzvolumen von inzwischen mehr als 100 Mrd. Euro zu einem bedeutenden Segment innerhalb der weltweiten Lebensmitteleinzelhandelsbranche entwickelt. Die besondere Stellung des deutschen Lebensmitteldiscounts zeigt sich insbesondere darin, dass die aus Deutschland stammenden Unternehmen Aldi und Lidl als umsatzstärkste Lebensmitteldiscounter der Welt gelten und nicht nur in ihrem Heimatmarkt, sondern auch europa- und weltweit zu den Top 10 bzw. Top 20 der Lebensmitteleinzelhandelsbranche zählen. In der Fallstudie wird die Internationalisierung der beiden Lebensmitteldiscounter Aldi und Lidl untersucht. Dabei werden die internationalen Marktpräsenz-, Markteintritts-, Timing- und Leistungsstrategien der Unternehmen detailliert betrachtet und gegenübergestellt. Ferner werden die Probleme und Widerstände aufgezeigt, mit denen sich Aldi und Lidl im Rahmen ihrer Auslandsaktivitäten in Mittel- und Osteuropa immer wieder konfrontiert sehen.

International Management: Fallstudie zur Automobilindustrie

Eine zentrale Fallstudie dieses Kurses behandelt die Internationalisierung von Wertschöpfungsaktivitäten in der Automobilindustrie: Die Expansion von Unternehmen in ausländische Märkte ist ungebrochen – auch und gerade in der Automobilindustrie. Dabei steht die reine Exportstrategie bei Automobilherstellern schon lange nicht mehr im Vordergrund. Anstatt lediglich Fahrzeuge in ausländische Märkte zu exportieren und dort abzusetzen, führen Unternehmen der Automobilindustrie mittlerweile verschiedenste Wertschöpfungsaktivitäten direkt im Ausland durch. Zum Teil geschieht dies in oder in der Nähe von vielversprechenden Zielmärkten, zum Beispiel indem ein auf einem Auslandsmarkt häufig verkauftes Fahrzeugmodell vor Ort produziert wird. Auf diese Weise entstehen internationale Wertschöpfungsketten, die das Management vor zusätzliche Herausforderungen stellen – etwa im interkulturellen Bereich.

Forschung

Unsere Forschungsschwerpunkte liegen in den folgenden Bereichen:

  • Internationalität und Diversität von Top-Management-Teams
  • Corporate Governance und Strukturen von Corporate-Governance-Gremien
  • Internationalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen
  • Deutsch-polnische Wirtschaftsbeziehungen

Aktuell arbeiten wir unter anderem an einem übergreifenden Forschungsprojekt mit der ESCP Europe (Prof. Dr. Stefan Schmid) und der FU Berlin, (Prof. Dr. Paul Pronobis) in dem der Zusammenhang zwischen der Internationalität des Top-Managements und der Rechnungslegungsqualität untersucht wird. 

Internationalisierung des Top-Managements und Rechnungslegungsqualität

In der Upper-Echelons-Forschung existieren zahlreiche Arbeiten, die Zusammenhänge zwischen den Top-Management-Charakteristika und Kennzahlen der externen Rechnungslegung untersuchen. Bislang analysieren allerdings nur sehr wenige Studien, inwiefern sich die Charakteristika des Top-Managements auf die Qualität der externen Rechnungslegung auswirken. In unserem Forschungsprojekt gehen wir der Frage nach, ob die Internationalität der Vorstände und Aufsichtsräte der DAX-30-Unternehmen die Rechnungslegungsqualität dieser Unternehmen beeinflusst.

Internationalisierung und finanzieller Erfolg eines Unternehmens

In der betriebswirtschaftlichen Forschung konnte bislang noch nicht eindeutig geklärt werden, welche ökonomischen Auswirkungen mit der Aufnahme internationaler Personen in die Führungsgremien von Unternehmen verbunden sind. Es ist daher wenig verwunderlich, dass manche Praxisvertreter einer Erhöhung der Internationalität in den „Chefetagen“ skeptisch gegenüberstehen. In einigen Unternehmen werden die Themen Vielfalt beziehungsweise Diversität im Allgemeinen sowie Internationalität von Führungskräften im Besonderen noch immer als „Modeerscheinungen“ betrachtet. Andere lehnen diesbezügliche Forderungen aus Wissenschaft, Politik und (Wirtschafts-) Presse mit Verweis auf die unbestätigte (finanzielle) Erfolgswirksamkeit internationaler Top-Manager ab. Vor dem Hintergrund der Aktualität des Sachverhalts und des bislang unzureichenden Diskurses hinsichtlich der Konsequenzen von Internationalität widmet sich der Beitrag folgenden Fragestellungen:

  • Existiert ein Zusammenhang zwischen der Benennung eines internationalen Top-Managers und dem finanziellen Erfolg eines Unternehmens? 
  • Inwiefern beeinflusst die Internationalität der Unternehmensaktivitäten den (möglicherweise existierenden) Zusammenhang zwischen der Benennung eines internationalen Top-Managers und dem finanziellen Erfolg eines Unternehmens? 
  • Inwiefern unterscheidet sich der Einfluss der Internationalität eines Top-Managers auf den finanziellen Erfolg eines Unternehmens zwischen Personen aus unterschiedlichen Corporate-Governance-Gremien?

Die Forschungsergebnisse zu diesem Thema sind in englischer Sprache erschienen:
Dauth, Tobias; Schmid, Stefan: Does Internationalization make a difference?

De-Internationalisierung von Banken (Externes Promotionsprojekt)

Die wissenschaftlichen Untersuchungen im Umfeld des Internationalen Managements wurden in der jüngeren Vergangenheit hauptsächlich durch Fragestellungen rund um die Internationalisierung von Unternehmen geprägt. Diese Internationalisierungsbemühungen wurden vielschichtig und umfassend analysiert. Jedoch ist es so, dass nicht alle Firmen stetig weiter auf internationalen Märkten wachsen. Die Problematik der „De-Internationalisierung“ ist in Zeiten zunehmender Unsicherheit und schnelllebigen Entwicklungen auf internationalen Märkten von hoher Relevanz. Das Phänomen dieser „De-Internationalisierung“ wird von unserem externen Doktoranden Pascal Lehnen vertiefend erforscht. Er untersucht warum und wie international aktive Banken sich aus ihren Auslandsmärkten zurückziehen.

Entscheidungsprozesse der De-Internationalisierung

Jun.-Prof. Dr. Tobias Dauth und Dr. Piotr Trąpczyński, Wissenschaftlicher Assistent an der Wirtschaftsuniversität Poznan, arbeiten zusammen an einer Untersuchung der Ursachen und Folgen der De-Internationalisierung von Unternehmen.

Die Internationalisierung von Unternehmen, ihre Motive, Verläufe und Prozesse werden als tragende Themen der Forschung im Bereich des internationalen Managements angesehen. Dieser Fokus auf das Wachstum internationaler Aktivitäten steht jedoch im Widerspruch zur Wirtschaftspraxis, wobei internationale Desinvestitionen oder partielle Rückzüge aus Auslandsmärkten häufig vorkommen. Trotz dieser Entwicklungen ist das Wissen über die Konsequenzen der Rückzüge für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, insbesondere KMUs, immer noch deutlich eingeschränkt. Dies bezieht sich ebenfalls auf Entscheidungsprozesse, die zu Rückzügen führen. Dementsprechend wurden die folgenden grundlegenden Ziele formuliert:

  • die Rolle von Top-Management-Teams bei De-Internationalisierungsprozessen zu untersuchen.
  • den Formalisierungsgrad der Entscheidungsprozesse zu identifizieren
  • Faktoren festzulegen, die den Verlauf der Entscheidungsprozesse beeinflussen
  • die Lerneffekte der De-Internationalisierungsprozesse für Unternehmen aus westlichen und östlichen Märkten festzulegen

Die geplanten Forschungsaktivitäten beruhen insbesondere auf einem qualitativen Forschungsdesign mit einer tragenden Rolle von Tiefeninterviews mit Top-Management-Teams.

Wissenstransfer

Zusammen mit dem Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa beschäftigen wir uns mit strategischen, organisatorischen und kulturellen Problemstellungen internationaler Unternehmen. Unser Ziel ist die Erarbeitung relevanter Lösungen für aktuelle Herausforderungen in der Unternehmenspraxis. Damit leisten wir einen Beitrag zur Steigerung der Innovationsfähigkeit und letztlich zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Durch eine Analyse von politischen, ökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen in internationalen Märkten schaffen wir beispielsweise die Basis für die Entwicklung von Businessplänen und Markteintrittsstrategien.
Ferner agieren wir als strategischer Partner für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs). Wir unterstützen KMUs in ihrem Innovationsmanagement und ihren Internationalisierungsbestrebungen.

Team

Jun.-Prof. Dr. Tobias Dauth
Juniorprofessor
T +49 341 9851-758
F +49 341 9851-899
tobias.dauth(at)hhl.de
Fabienne Orban, M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
T +49 341 9851-834
F +49 341 9851-899
fabienne.orban(at)hhl.de
Michaela Wrede, M.Sc., MIB
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
T +49 341 9851-824
F +49 341 9851-899
michaela.wrede(at)hhl.de
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